Antworten:
Sarah: Danke für die Adresse, Postkarte kommt!
Tobi: oder hm...?? :D
Zaubererbruder ich weiß nicht wie lange ham wir uns schon nicht mehr gesehen.... düm düdü düm....
Papa: Danke :)
Rolf: Bitteschön! Werd ich machen. Bis bald.
So nur noch kurz zur Info, vor ich glaub 2 Wochen hab ich meine Haare geschnitten, aber für mich relativ normale Länge. Sie fallen allerdings etwas wilder durch den komisch Schnitt, aber das ist ok.
und nun gehts weiter
Am nächsten morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg nach Beppu, diesmal mit dem Bus. Glücklicherweise hatte ich die Route schon vorher geplant und wusste so das der Bus nicht nur billiger sondern auch schneller als die Bahn sein würde und so hüpften wir am späten Vormittag in den Bus der uns in 3h nach Beppu brachte.
Komische Stühle im Busterminal...
In Beppu liefen wir erstmal in Richtung Bahnhof und hielten unterwegs an einer Touristeninfo an. Der nette Herr war sehr gesprächig und so mussten wir eine Weile warten bis die Leute vor uns gegangen waren. Dann fragte ich ihn nach einem netten Ryokan mit akzeptablem Preis und er zeigte mir ein paar, schön in einem Ordner mit Bildern. Er sagte das bei einem das Frühstück inklusive wäre und es sah auch ganz nett aus. So entschied ich mich dort zu übernachten, obwohl es etwas teurer war.
Dort angekommen wurden wir mit Tee und Süßigkeiten empfangen und ich musste die Dame davon überzeugen das man uns das Frühstück inklusive versprochen hatte. Sie willigte ein und wir bekamen unsren Tatami-matten Raum.
fast ist er mir davon geflogen vor dem Bahnhof...
Anschliessend gingen wir zum Bahnhof, aßen etwas zu Mittag und fuhren dann zu den Hells (Höllen). Dazu muss ich kurz erklären das Beppu eine sehr bekannte Onsen (heiße Quellen) Stadt ist und die Hells auch Quellen sind in denen man aber nicht baden kann. Insgesamt gab es 8 (glaub ich) Hells zur Auswahl und wir beschlossen die 3 zu besuchen die uns empfohlen worden sind plus eine mehr die Tobi sehen wollte. Wir kauften ein Tagesticket für den Bus und fuhren los. Schon als wir aus dem Bus austiegen, sahen wir große Dampfschwaden in den Himmel steigen die zusammen mit den Palmen fremdartig aussahen. Wir zahlten Eintritt in die erste Hell und sahen uns „die Meereshölle“ an. Das Wasser hatte einen wunderschönen Blauton und wir machten ein paar Photos. Dann liefen wir noch ein bisschen im Gelände rum und sahen uns eine kleine rote „Hölle“ an.
eine fremde Welt
So kocht man Stromsparend Eier
Eine spezielle Art Seerosen
und wieder fast entkommen
Grummel,... regen...
falsche Richtung zum ausbrechen ;)
Als wir dann zur nächsten Hölle aufbrachen, war diese schon geschlossen… Wir waren zu spät losgefahren! So machten wir uns auf den Rückweg und ich ärgerte mich ein wenig das Tages-busticket gekauft zu haben. Wir brachten unser Zeug zum Ryokan und kauften uns „Japanese style take away“. Ich kannte den Stil ja schon, aber für Tobi war es noch mal was neues zum ausprobieren. Im Laden war er nicht zu begeistert, ich glaube aber es war ok :D
Anschliessend verdummelten wir ein bisschen Zeit mit Computerspielen (Tetrix) und machten uns dann aus ins Bad. Unser Ryokan hatte seinen eigenen Onsen und wir hatten ihn für eine halbe Stunde reserviert. Der Onsen war draussen und das Wasser kam von einer natürlich Quelle (und war ziemlich heiß). Nachdem uns beiden heiß war gingen wir wieder ins Haus und dort ins andere Bad wo es auch „Duschen“ gab. Hier merkte ich wieder das ich überhaupt nicht überrascht war kleine Hocker am Boden zu sehen mit einem Spiegel davor und dem Duschkopf in Kopfhöhe, also wenn man sich hinsetzt Kopfhöhe. Tobi war überrascht doch sagte später das es gar nicht so schlecht war (was ich auch finde). Ich glaube das war die beste „Dusch-session“ die ich im letzten Jahr hatte. Tobi kam auf die Idee den Hahnen auf kalt zu drehen und den Duschkopf zu mir zu halten und nach kurzem hatten wir eine kleine Schlacht wo wir dauernd „kalt“ schrien. Da uns aber sowieso heiß war, machte es Riesenspaß und wir lachten die ganze Zeit. Dann wuschen wir uns, sprangen noch mal kurz in das Bad (es gab drinnen auch eins) und dann kam nochmals kaltwasser…. :D
Als wir zurück in unser Zimmer kamen, waren die Futons ausgelegt und wir entschlossen uns noch schnell etwas zu trinken zu kaufen. Es war zwar schon 10 Uhr, aber Automaten schliessen nicht und so liefen wir in Yukata (Sommer Kimono) und Sandalen zu den Automaten und zurück. Die Sandalen die Tobi trug waren etwas komisch und sie rippsten ein wenig Haut an den Füßen weg was wir die nexten Tage mit Pflaster bedecken mussten. Zurück im Zimmer unterhielten wir uns, lasen in unsren Büchern und gingen dann schlafen.
Tobi hat mir später noch gesagt das ihm so was viel lieber seie als ein Hotel und ich war happy das wir wenigstens eine Nacht in einem traditionellen Ryokan übernachtet haben. In den Großstädten ist es meist schwieriger so was zu finden und die Atmosphäre ist nicht das gleiche, aber dieses Plätzchen war perfekt!
Achja, es hatte übrigens auch den ganzen Tag geregnet und Tobi hat sich einen Schirm ausgeliehen gehabt.
Keine Ahnung wie das Bild entstanden ist, aber man sieht das wir Trtrix gespielt haben
Japanischer Tobi der im Yukata auf dem Futon sitzt.
Dienstag, September 22, 2009
Beppu
Sonntag, September 20, 2009
Nagasaki
So, da ich zur Zeit wieder für ein paar Tage unterwegs bin, gab es die letzten 2 Tage nichts zu lesen, nun gehts aber weiter, erstmal Commentantworten:
Foo: Thanks for commenting, i just added you on Facebook. I think even if you wrote me earlier we wouldn´t have met in Japan again because i was only in Kyushu!
Sarah: Danke, freut mich das du auch noch mitliest! Freu mich immer was von meinen Lesern zu lesen. Achja, ich finde Korea ein sehr schönes Land zum reisen, neben gewissen Grünflächen gibt es auch sonst einiges zu sehen.
Tobi: Ja, ich weiss nicht, der eine ist immer irgentwie auf den Bildern, keine Ahnung, aber hey, der andre ist auch mein Bruder, was für ein Zufall!!!
Hier auch nochmal das Angebot: Wer mir bis Ende September bescheit sagt bekommt eine Postkarte aus Seoul!
und noch etwas was ich beim letzten Post ganz vergessen hatte. Als Tobi und ich in Busan im Taxi waren, war der Fahrer sehr fasziniert von den Haaren auf meinem Arm und fragte sogar ob er sie mal anfassen durfte. Ich hatte nix dagegen und er fuhr mir mehrmals über den Arm, was sehr lustig war :D
Nun waren wir also in Nagasaki und standen am nexten morgen so auf das wir noch das Frühstück erwischten. Als Tobi verwundert vor dem Buffet stand wurde mir mal wieder bewusst wie sehr ich mich schon an Japan gewöhnt hatte. Es gab ein bisschen Toast, Kaffee und O-Saft aber der Hauptbestandteil waren Reisbällchen. Tobi hatte ganz klar Brötchen mit Butter und Marmelade erwartet. Überraschung, willkommen in Japan :D Ich war gar nicht verwundert gewesen und hab mich sogar richtig gefreut das sie wenigstens Toast hatten (bzw sowas ähnliches). Dann gingen wir los, erstmal zur Touristeninfo, die dann nicht da war wo sie in meinem Buch war... und dann machten wir uns mit der Strassenbahn auf den Weg zum Atombomben Museum. Es war sehr heiß an diesem Tag und wir waren beide froh als wir im Museum waren. Das Museum war nichts schlecht, kam aber bei weitem nicht an das in Hiroshima ran. Wir schauten uns das Museum in Ruhe an und liefen anschliessend in den Peace Park wo bei der Explosion das Hypocenter gewesen war.
Ein " Gesicht" in der Wand des Museums
Ein Stück Mauer das die Explosion überlebt hat
Tobi zaubert
Hier etwas besser zu sehen
Anschliessend fuhren wir zu der überdachten Einkaufsstrasse, schlenderten durch ein paar Geschäfte und aßen dann in einem sehr europäisch aussehenden Restaurant zu Mittag (ich glaube Omreis?) Anschliessend liefen wir weiter durch die Gassen und später zurück zum Hotel. Während Tobi sich ein wenig ausruhte ging ich nochmal zum Informationscenter und kaufte Bustickets für den nexten Tag. Als es später etwas abgekühlt hatte, liefen wir noch durch das Bahnhofgebäude und tranken komische Eisgetränke (ich jedenfalls) und liefen nochmals zu der Shoppingstrasse wo wir (dank der Beschreibung der Dame in der Info) eine kleine Spielhalle fanden. Anschliessend aßen wir zu Abend und schlenderten noch am Wasser entlag bevor wir wieder zurück zum Hotel gingen.
Wow, ich hatte schon fast vergessen wie heiß es in Japan (aber auch Korea) sein konnte.
Mein lustiges Eisgetränk. Ihr denkt sicher das ist Eiscafe? Falsch. Man nehme eine Vanille eiskugel und versenke sie in Cola.... war aber nichtmal so schlecht.
Neue Geschmacksrichtung meines Lieblings-sportgetränks. Schmeckte aber nicht so besonders.
Donnerstag, September 17, 2009
Ein langer Weg
Am nexten morgen wachte ich auf und überlegte kurz ob ich nur geträumt hatte das Tobi hier ist, aber als ich dann an seine Tür klopfte und mir ein murren entgegenkam wusste ich das wirklich da war. Ich fing an zu frühstücken und klopfte dann nochmal etwas lauter an die Tür und mir kam ein verschlafenes Gesicht entgegen.
Nach dem Frühstück machten wir uns mit der Ubahn auf in Richtung Seoul Station wo wir dann noch ein wenig Essen und Getränke kauften und dann in den KTX (Korea Train Express, also der ICE Koreas) gehüpft sind. Nach kurzem suchen fanden wir unsere Plätze und machten es uns gemütlich. In ungefähr 2,5 Stunden würden wir in Busan sein wo wir dann zur Fähre übergehen würden. Komischerweise kontrollierte keiner unsre Tickets, weder beim einsteigen, noch während der Fahrt und auch nicht beim Bahnhof verlassen. Wir verbrachten die Zeit mit Lesen, Photos machen und auf meinen Webblog schreiben.
Schnell unterwegs
nom, nom,...
Blick über die Schulter des Autors
In Busan angekommen kauften wir dann ein paar Sandwich und noch etwas zu trinken bevor wir vom Bahnhof aus ein Taxi bis zum Hafen nahmen. Dort angekommen checkten wir ein nachdem wir 100000 (mindestens) Dokumente ausgefüllt hatten und die Dame sagte irgentwas wie "Sorry keine Plätze, aber zweiter stock" oder so und ich wunderte mich ob wir Stehplätze haben würden. Was sie eigentlich meinte das sie keine Plätze nebeneinander mehr hätte und wir deswegen getrennt sitzen müssten. Pfuh, nochmal Glück gehabt. Dann hiess es anschnallen und los gehts. Diesmal waren wir mit der schnellen viel kleineren Fähre unterwegs (nicht die langsame die ich genommen hatte). Sie beschleunigt auf ca 80km/h und hebt dabei den ganzen Rumpf aus dem Wasser und gleitet sozusagen nur auf den Kufen. Trozdem war es eine relativ ruhige Überfahrt und nach 3 Stunden waren wir in Fukuoka. Dort gingen wir ohne größere Probleme durch die Kontrollen und waren in Japan, Welcome to Japan my Brother.
Dort nahmen wir den Bus zum Bahnhof wo nun der letzte Teil unsrer heutigen Reise wartete. Wir entschieden uns den Zug zu nehmen der in 5 min fährt anstatt was zu Essen und dann eine Stunde zu warten und wurden erstmal mit Stehplätzen belohnt.... Dafür hatte alles andere wunderbar geklappt und auch die Tickets haben immer ohne Problem funktioniert und bald konnten wir uns dann doch hinstetzen.
Nach weiteren 2 Stunden waren wir dann endlich in Nagasaki und suchten bei einbrechernder Dunkelheit das Hotel, das glücklicherweise sehr einfach zu finden war. Wir checkten ein und bekamen unsren eigenen kleinen Raum mit 2 Betten, Fernseher und eigenem Bad. Dann gingen wir etwas Essen und verliefen uns auf dem Rückweg fast (von wegen Abkürzung ^^). Dank dem großen Leuchtschild das Toyoko Inn schrieb (unser Hotel) fanden wir dann doch zurück und gingen bald erschöpft ins Bett.
Mittwoch, September 16, 2009
Yay, Tobi ist da!
Wie ihr ja wisst ist mein Webblog etwas hintendrein, deswegen ist Tobi jetzt auch schon wieder zuhause, hier beginnt nun trozdem unsere Geschichte.
Als Geschenk für die bestandene Abschlussprüfung hatten meine Eltern beschlossen meinem Bruder eine Reise zu schenken in der er mich 2 Wochen besucht. Ich fand diese Idee klasse und habe natürlich sofort eingewilligt. Ich fand es auch ein Geschenk für mich das er mich besuchen kam und so begann eine lange Zeit des Wartens.
Nach langem warten war es nun endlich soweit, Tobi würde am nexten Tag nach Seoul kommen. Obwohl ich ja alles vorbereitet und geplant hatte, war ich aufgeregt und konnte nicht richtig schlafen, was wenn wir uns verpassen, oder er aufgehalten wurde,..... Wie wird die Zeit zu zweit? Was wird anderst als alleine, was werden wir erleben, was werden wir sehen..... JUHUUUU TOBI KOMMT!!!!!!
So machte ich mich ungefähr anderthalb Stunden vor seiner Ankunft auf den Weg zum Flughafen. Zuerst nahm ich die Ubahn bis zum Gimpo Airport und von dort den Expresszug bis nach Incheon. Der Flughafen Incheon liegt über 50km von Seoul entfernt und so brauchte das ganze seine Zeit. Ich kam ein paar Minuten vor seiner Ankunft an und beeilte mich noch rechtzeitig beim Gate zu sein. Hätte ich gewusst das zwischen Ankunft und "aus dem Gate laufen" eine gute Stunde vergehen würde, hätte ich langsamer gemacht.
So saß ich am Gate und sah wie der Flug von Frankfurt pünktlich war, die Liste immer höher stieg und dann als gelandet angeschrieben wurde.
Welcher Flug ist es?
ich glaub es ist Lufthansa?
Pourangkoupuroutou? das klingt doch schonmal ganz gut
Bingo!
Dann kamen langsam die ersten Passagiere aus den Gates und ich versuchte hinter den Leuten durchzugucken, aber kein Tobi. Nach einiger Zeit wusste ich das wohl gerade noch ein andrer Flug gelandet war und wartete weiter. Ein Mitarbeiter öffnete die Seitentüre um ein paar Kofferwägelchen hineinzuschieben und schloss nachher die Tür wieder. Das nexte mal als so eine Türe geöffnet wurde, beschlossen 2 Passagiere dadurch zu laufen statt durch die automatischen Glastüren in der Mitte wo man eignetlich durchsollte. Der Mann der die Tür geöffnet hatte versuchte noch die Leute aufzuhalten und da waren sie auch schon durch, inklusive Tobi :D
Welcome to Korea my Brother!
Dann fielen wir uns in die Arme und begrüssten uns erstmal, wir hatten uns ja schon seit über einem Jahr nichtmehr gesehen. Nachdem wir etwas zu trinken gekauft hatten setzten wir uns in de Zug und fuhren Richtung Seoul. Wir wechselten später zur Ubahn und liefen dann die letzten paar Meter zu fuß zum Inn Daewon wo ich 2 Räume für die Nacht reserviert hatte (und auch die 2 Tage vorher übernachtet hatte). Nach einer guten Pause gingen wir etwas Essen, etwas koreanisches. Tobi war nicht zu begeistert, aber ganz so schlecht war es dann doch nicht. Wir machten uns auf den Weg nach Insadong wo wir ein bisschen in einer Spielhalle spielten und uns die vielen Leute anschauten (es war ja Sonntag). Anschliessend schlenderten wir durch die Gassen und setzten uns mit etwas zu trinken an den Kanal. Da Tobi schon sehr müde war gingen wir bald zurück zum Hotel und duschten erstmal. Dann gingen wir Essen und riefen anschliessend daheim an. Komisches Gefühl an diesem Ende der Leitung mal zu zweit zu sein...
Anschliessend zappten wir noch ein bisschen durch den Fernseher und gingen anschliessend schlafen, der nexte Tag wurde ja nochmals sehr lang da wir es dann bis nach Nagasaki in Japan schaffen wollten.
Wow, Tobi war wirklich da. Ich war happy und voller Erwartung, das wird sicher eine geile Zeit! Mit der Vorfreude im Hinterkopf und dem "es immer noch nicht glauben" schlief ich langsam ein.
Dienstag, September 15, 2009
Day in Town
Nachdem ich von meiner 2 Wochen reise wieder zurück nach Seoul gekommen war, hatte ich noch eine Tag bevor Tobi kommen würde. So beschloss ich mich nochmals mit Imuri zu treffen. Sie sagte zu und wir trafen uns am Mittag in Insadong. Dort liefen wir durch die Strassen voller Geschäfte und aßen zu Mittag. Anschliessend kamen wir an dem Gebäude vorbei wo ich mit Jirans Bruder schonmal war und machten ein paar interresante Photos. Später gingen wir dann Abendessen und liessen den Abend mit der Lasershow am Fluss ausklingen. Imuri hatte den Tag über eine alte Filmkamera dabei mit einem Format das ich bisher noch nie gesehen habe. Mittels eines Einsatzes konnte sie sich auch entscheiden wieviele Bilder sie auf dem Film haben wollte. Während dem Wechseln spielte ich mit dem Aufsatz rum und machte noch ein paar Bilder. Hier nun die Bilder des Tages inklusive ein bisschen Purikura :D
Imuris Cam
Jaja, die Frauen haben mich halt in der Hand....
Ausbruch aus den Grenzen!
Besonders lustig an dem Bild ist die Schrift, die das Gegenteil der Wahrheit behauptet, nämlich sowas wie "Schlechtes Gefühl (きもち わるい) :)
Picknick im grünen
Dieses Bild entstand als ein Witz. Normalerweise sagt man ja "Chesse" bei Photos, Koreaner sagen aber "Kimchi", welches sie da gerade hochhält...
und ich mit "Cheese"
Hm, lecker!!!
Sonntag, September 13, 2009
Gwangju eine Stadt mit Geschichte
Ich weiss nicht ob es auch bewusst ist, aber Südkorea ist eigentlich noch ein sehr "junges" Land wenn man die Modernisierung anschaut. Korea wurde über die letzten Jahrhunderte immer wieder angriffen, war japanische Kolonie und in den 50er kam es dann zum Korea Krieg der das Land spaltete. Danach war die Situation auch nicht zu gut und am 26 Oktober 1979 wurder der damalige President erschossen. Politiker verloren die Kontrolle und es gab eine Militär-regierung.
Der Lonely Planet schreibt: Gwangju mag wie eine normale Stadt aussehen, mit den Shops und Restaurants aber tief in dieser Alltagsstadt liegt die Seele eines Revolutionärs
und das ist ihre Geschichte:
Nachdem das Militär also ziemlich brutal die Macht übernommen hatte kam es am 15 May 1980 zu Demostrationen in Seoul. Als Reaktion darauf vergab die Regierung Sanktionen, schloss unter andrem Universitäten, verbot politische Aktionen und begang die Presse zu kontrollieren. Ausserdem entsanten sie Millitär in einige Städte. Am 18 May demonstrierten Studenten und Professoren vor einer Universität in Gwangju. Es gab kleinere Auseinanderseztungen zwischen 200 Demonstranten und 30 Millitärs. Gegen Mittag ging die Gruppe ins Stadtzentrum und wuch zu 2000 Demonstranten an. Bisher hatte die Polizei versucht das ganze unter Kontrolle zu bringen, um 4 Uhr nahmen dann aber über 600 Fallschirmjäger die Situation ziemlich brutal unter Kontrolle. Sie schlugen Demonstranten und Leute die einfach vorbeiliefen. Der erste tote war ein 29 Jähriger der einfach vorbeilief. Diese Gewalt brachte das Gegenteil was erreicht werden sollte und bis zum 20ten waren es 100 000 Demonstranten. Millitärs schossen auf unbewaffnete Demonstranten die Gewalt stiegt weiter. Nach dieser Brutälität kam es in der Nacht zu einer Demonstration von Taxifahrern und Bussen. Sie fuhren durch die Innenstadt als Protest gegen die Gewalt am Nachmittag wo auch Taxifahrer attakiert wurden die verwundeten helfen wollten oder welche zum Krankenhaus fuhren. Auch sie wurden attakiert. Es wurde mit Tränengas geschossen und sie wurden aus ihren Wagen gezogen und geschlagen.
Am 21 May um 1 uhr war es dann soweit das das Millitär einfach in die Menge schoss und viele tötete. Daraufhin stürmten einigen Einwohner Polizeistationen und bewaffneten sich. Es kam zu Schiessereien und gegen 5 Uhr zog sich das Millitär zurück. Während das Millitär die Stadt abriegelte wurden die Freiheitskämpfer immer mehr. Mütter getöteter Studenten, Brüder, Kinder, Omas von Beiteiligten, es wurden mehr. Militär töteten 17 von 18 Passagiere eines Buses der versuchte die Stadt zu verlassen. Man schoss auf Kinder die im Fluss schwammen, da man dachte sie wollten um die Grenzen schwimmen. In der Stadt hatte man ein Komitee gebildet das Verhandlungen ausfocht, sich um Verkehrsregelung, Beerdigungen usw kümmerte. Die Stadt war sehr gut organisiert, aber die Verhandlungen kamen zum Stillstand als da millitär eine sofortige Entwaffnung forderte. Man diskutierte in der Stadt und kam zum Beschluss dies nicht zu tun, sonder weiter zu kämpfen da man ja sonst kein Druckmittel mehr hat.
Zu dieser Zeit gab es auch mehrere Proteste in den Städten drum herum, bis zum 24 may waren aber die meisten ausgestorben. Am 26 May war das Millitär wieder soweit reinzumaschieren und die paar Versuche sie aufzuhalten waren vergebens. Man versammelte sich im Zentrum für einen letzen Kampf. Morgends um 4 Uhr am 27 May marschierte das Millitär ein, mit Panzern und Spezialtroops ging der Widerstand nurnoch 90 Minuten.
Diese Brutalität machte die Regierung sehr unbeliebt und brachte den Stein ins rollen für spätere Demonstrationen im selben Jahr die schlussendlich Demokratie nach Korea brachten. Seitdem war das Land demokratisch und eine neue Welt hat sich entwickelt.
Das ganze habe ich an den Grabstätten der Demonstranten gelernt die heute mit einem Memorial platzt und einem Museum ausserhalb der Stadt zu finden sind.
Ich fuhr mit dem Bus an einem sehr heißen Tag heraus und schaute mich ein wenig um. Nach kurzem bot mir ein Mädel das dort arbeitete an das sie mir eine Tour geben würde und ich sagte ja. Sie erklärte mir viel und wir schauten uns alles an. Später fragte ich sie noch nach der Bedeutung der Koreanischen Flagge, aber dazu ein andermal mehr.
Eingang zum Museum

Mein hübscher Guide ;)
Joa, nach diesen Eindrücken ging es zurück in die Stadt und ich verbrachte noch ein bisschen Zeit im Buscenter und meinem Zimmer.
Das letzte Bild aus Gwangju, von einem komischen Auge in der Nähe meines Motels.
