Sonntag, November 23, 2008

Morioka und Hachimantai

Den nexten Tag habe ich in Akita verbummelt und mich am Abend mit Miman, dem Musiker vom Vorabend getroffen. Zusammen sind wir dann nach Morioka gefahren, wo er mich am Bahnhof absetzte und ich dann das Stück zu meinem Minshuku lief. Morioka war erstaunlicher weise wirklich kälter als Akita obwohl es auf dem selben Längengrad liegt. Da ich die Stadt ja von meinem kurzen Stopover auf dem Weg nach Sapporo schon ein wenig kannte, bummelte ich am dem Abend noch auf der andren Seite des Bahnhofs rum (normalerweise ist auf einer Seite des Bahnhofs sehr viel los und hintedran nix) und fand zu meiner Überraschung ein riesiges Amusement-center. Sie hatten die meisten und größten sog. "Coin-games" die ich je gesehen hatte, und so spielte ich dort ein wenig und gewann auch sehr viele Münzen was mich schliesslich dazu brachte am Ende noch einen Tag länger zu bleiben.

Am nexten Tag schaute ich mir die Ruinen der alten Burg an (war wieder ein sehr schöner Park, diesmal sogar noch mit Mauern), aber seht selbst




Anschliessend bummelte ich durch die kleinen Strassen und hielt noch kurz an einem kleinen Schrein an. Im Touristencenter fragte ich dann wo ich am besten "Jajamen" essen könnte, wieder eine lokale Spezialität, die anscheined aus China kommt und aus Nudeln mit Miso besteht und normalerweise sehr scharf ist. Ich habe die etwas mildere Version gegessen, die gar nicht schlecht war und mir dann noch den sogennanten "Felsen-spaltenden-Kirschbaum" angeschaut. Der Legende nach soll der Kirschbaum sich mit den Jahren durch den Felsen gearbeitet und ihn schliesslich gespalten haben (was natürlich unmöglich ist :).



Tags darauf ging es nach Hachimantai, das schreibe ich später noch (im gleichen Post), jetzt hab ich erstmal hunger....
Naja irgentwie wurde aus dem schnell runter gehen zum essen machen doch etwas mehr und nachdem wir nun alle Staaten von Amerika und alle Prefekturen von Japan gefunden haben gehts nu ins Bett. Aber da hier Montag Feiertag ist komme ich hoffentlich noch dazu etwas mehr zu schreiben

So, nun aber:

Am nexten morgen habe ich also aus meinem Hotel ausgecheckt, mit der Überzeugung das Hachimantai auch eine kleine Stadt ist und ich dort sicher übernachten kann. Also ging es mit dem ganzen Gepäck in den Bus bis nach Hachimantai. Das ganze stellte sich dann als ein Parkplatzt mit einem Souvenier geschäft und einem kleinen Restaurant raus. Etwas verärgert gab ich dort mein Gepäck auf und begab mich auf die kleine Wanderung. Das ganze war recht einfach und führte durch "Hochmoor".









Anschliessend ging es mit dem Bus zurück nach Morioka da sich alle Übernachtung in der Nähe als teuer rausgestellt hatte. Ich checkte wieder in die gleiche kleine Minshuku ein und verdummelte noch meinen Abend.

Samstag, November 22, 2008

Akita, die Stadt der Musik

Nachdem ich mich schon am Abend von Mona verabschiedet hatte, waren die 2 dann auch wieder auf den ersten Bus gegangen und ich war wieder allein. Ich packte mein Zeug zusammen und schrieb ein paar Schilder, Tagesziel Akita. Da Yasumiya ja eher ein Kaff war, erhoffte ich mir nicht zu viel. Und ich musste tatsächlich eine ganze Weile warten, bevor mich ein Mann mitnahm der normalerweise in einem der Hotels dort arbeitet, aber an diesem Tag frei hatte und so zum angeln fuhr. Wir kamen nett ins Gespräch und er schlug mir vor das er mich bis nach Oodate fuhr statt nur bis nach Towadaminami (was auf meinem Schild stand). Da es anfing zu regnen sagte ich ok und beschloss von Oodate aus dann mit dem Zug zu fahren.
Der "berühmte" Hund Hachiko (dem in Shibuya eine Statue erstellt wurde (mehr hier) kommt übrigens aus Oodate.
Nachdem ich dann etwas zu mittag gegessen hatte kam auch endlich mein Zug und es ging los nach Akita. In Akita angekommen hab ich dann nach einem nette Hotel gesucht und bin dank der Touristeninfo auch fündig geworden. Auf dem Weg zum Hotel hab ich mich dann noch verlaufen, aber das spielt ja jetzt eigentlich keine Rolle.

Am nexten Tag beschloss ich mir dann die Stadt anzusehen, unter anderem das was vom Schloss noch übrig war. Das ganze war ein schön angelegter Hügel, mit Wassergraben und so, aber von den Mauern war nichtmehr viel übrig. Auf dem Weg nach oben kam ich dann an etwas vorbei das aussah wie ein Schulfest und an einer statue irgenteines berühmten Menschens wo auch Musik irgentwo her kam (also da war ein Lautsprecher). Die Musik gefiel mir ganz gut, und so blieb ich einen Moment stehen.


Danach lief ich in den Park und schaute mir einen rekonstruierten Wachturm an, auf den man auch drauf konne (für 100yen versteht sich). Während dem laufen bin ich dann auch noch an einem kleinen Schrein vorbeigekommen, der zu einem Photo einlud. Dort gab es auch eine Katze, die sich nett für das Photo in der Sonne räkelte ; )




Der Wachturm

Ausblick von oben (wo es sehr windig war)




Als ich dann so über eine Hügel spazierte hörte ich jemand Gitarre spielen. Nachdem ich schon vorbeigelaufen und den kleinen Hügel wieder runter war beschloss ich zurückzugehen und ein bisschen zuzuhören. Der Spieler übte für eine Hochzeit am selben Abend und kam eigentlich aus Tokyo (wenn ich mich nicht täusche). Wir haben uns dann eigentlich mehr unterhalten als das er gespielt hat und nach einiger Zeit begann ein lautes Trommeln und Pfeifen von weiter unten zu kommen. Neugierig wie ich war verabschiedete ich mich und lief in Richtung des Musik. Dort angekommen stellte es sich als ein Schreinfest oder so etwas ähnliches raus, Glück gehabt, mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort. Während 2 auf eine große Trommel einhämerten und einer Flöte spielte balancierten die anderen abwechselnd einen langen Stab mit vielen Laternen dran, ein einmaliges Schauspiel. Mit Musik ist das ganze natürlich besser, ich werde versuchen bei gelegenheit mal das Video davon hochzuladen.


Anschliessend bummelte ich noch etwas rum und fand einen netten und billigen Platzt zum Mittagessen. Dort gab es auch einen Second Hand laden mit Cds und Tonnenweise Mangas. Da ich sie nicht lesen kann, stöberte ich einfach so mal durch und hörte der guten Musik zu die über die Lautsprecher kam.


Auf dem Rückweg in Richtung Innenstadt blieb ich dann nochmals stehen um ein paar Graffitis und einen Jugendlichen der Tricks mit seinem Bike übte zu photografieren.



Als es dann doch schon dunkel wurde machte ich mich auf den Weg um Kiritanpo zu essen, die Spezialität von Akita (neben den Akita-Bijin (秋田美人; 'beauties of Akita) die für ihre reine Hau bekannt sind ;). Das ganze ist Reis der um einen Stock gewickelt und dann über Feuer gebraten wird, oder irgentwie so, ist ja auch egal. War ganz lecker, leider auch etwas teuer.
Auf dem Heimweg durch den Banhof blieb ich dann mal wieder bei 2 Gitarrenspielern stehen (es war Samstag Abend und da sieht man sie meisten in den großen Städten). Dazu möchte ich noch schnell sagen das diese Leute kein Geld wollen und äusserst selten eine Cd direkt dort verkaufen. Viele spielen einfach weil sie gehört werden wollen oder um ihre CD/Konzerte zu bewerben.
Ich setzte mich also zu den andren 2 Zuhörern, ein Mädel und ein etwas älterer Herr. Man kam dann schnell ins Gespräch, und der Herr sprach sogar gutes English. Sie kannten sich alle, es waren sozusagen "stammgäste". Sie spielten auch beide ganz gut und so wurde es sehr spät. Mit der Zeit wurde es kühl, aber es hat mir so gefallen das ich dann doch bis zum Schluss blieb. Ds war das 2te mal das mir jemand angeboten hat ich könne bei ihm übernachten, der etwas ältere Herr tat dies heute. Ich hatte aber schon ein Hotel (das gleiche wie die Nacht davor) und lehnte so dankend ab. Es hatte sich dann noch rausgestellt das einer der beiden Gitarrenspieler am nexten Tag auf Reise gehen würde (mit dem Auto) und er fuhr nach Morioka, wo ich am nexten Tag auch hinwollte. So hatte ich mir schon einen Hitch für den nexten Tag geholt und konnte beruhigt das schöne Bad im Hotel geniessen.

Erst waschen


Dann Bad geniessen


Olala, "I´m to sexy for my Shirt, lalala....."

So, ich glaube zwar das sich das ganze über 2 Tage verteilte, ich weiss das aber nichtmehr so genau und es spielt ja auch kaum eine Rolle. Das wars erstmal wieder

Sonntag, November 16, 2008

Towada ko (Towada See)

Da ich am nexten Tag das gleiche Ziel hatte wie Mona und Gabriela habe ich am Vorabend auch das selbe Minshuku wie sie reserviert. Die zwei waren schon früh am morgen mit dem ersten Bus aufgebrochen, sie hatten ja einen JR-Railpass und konnten so auch umsonst mit dem JR-Bus fahren. Ich hatte beschlossen mich mal wieder im Hitchhiken zu versuchen und ging etwas später los.
Ich wartete ca 20 min vor dem Ryokan bevor mich ein Pärchen mittleren Alters mitnahm. Sie waren auch auf Reise, ein Kurztrip in einem Mietwagen. Sie brachten mit bis an den Eingang vom Towadako-Hachimatai National Park, von wo aus es ca weitere 50km bis zu meinem Ziel, der Stadt Yasumiya, war. An dieser Stelle wartete ich nur sehr kurz bis mich 2 "Jungs" mitnahmen. Es hätte mich dort aber auch nicht gestört etwas länger zu warten, es schien ja die Sonne wodurch die Temperatur richtig angenehm war und der leichte Wind pustete Herbstlätter von den Bäumen die dann in in der Sonne herumtanzten.
Die 2 "Jungs" genossen ihren freien Tag in dem sie ein bisschen rumfuhren. Sie waren eigentlich aus Osaka, aber waren die letzten Tage hier wegen ihrem Job. Der Job stellte sich als sehr speziell heraus, waren sie doch wirklich ein Pilot und ein Photograph. Sie flogen über Landschaften und machten Bilder aus denen später Landkarten wurden. Es ist schon toll was für Leute man beim hitchen trifft :)
Unterwegs zu dem See hielten wir dann ein paar mal an dem "Bach" neben der Strasse an, der sehr für seine Schönheit bekannt ist.






In Yasumiya angekommen hatte ich nach kurzem Fragen in der Touristeninfo mein Minshuku gefunden und habe dort erstmal mein Gepäck abgegeben. Dann nahm ich eines der freien Leihfahrräder und fuhr ein bisschen am See entlang, aß etwas zu Mittag und kam noch ein einem kleine verteckten Tempel vorbei. Als es dann langsam anfing zu nieseln fuhr ich zurück zum Minshuku und nutzte erstmal das freie Internet in der Lobby.



Später ging es dann nochmals mit dem Fahrrad raus, diesmal in die andere Richtung


Als ich dann wieder zurückkam, checkte ich erstmal ein und machte eine Pause und genoss ein Bad. Später traff ich dann die 2 wieder, die mir diesmal mein Abendessen spendierten, da es ja am Vortag nicht geklappt hatte. Am Abend saßen wir 3 dann alle in der Lobby, jeder mit seinem Laptop und beantworteten Mails oder telephonierten mit Skype. Der nette Besitzer brachte uns noch ein Eis vorbei und so hatten wir einen netten Abend. Es muss sicher komisch ausgesehen haben, die einzigen 3 Ausländer sitzen abends um 9 in der Lobby und surfen im Internet (und verkleckern ihr eis ;)


Dann haben wir uns verabschiedet (da sie am nexten Tag schneller loswollten) und abgemacht uns am 4ten November nochmals in Tokyo zu treffen (hat auch geklappt). Ich hab dann noch einen kurzen Film geschaut und bin dann auch ins Bett. Am nexten Tag ging es dann weiter nach Akita, aber dazu später mehr.

Samstag, November 15, 2008

Hakkouda-san, Sukayu Onsen

Kurze Antwort an Ten:

Ja ich habe ein ganze Stück aufgeholt, aber es ist immernoch einiges zu schreiben. Unter der Woche bin ich zu faul/fertig um am Abend noch was zu schreiben, deswegen bemühe ich mich Samstag und Sonntag je 2 oder 3 zu schreiben. Nach diesem Post sind es noch 12 die ich schreiben möchte bevor ich "offiziel" wieder in Tokyo bin. Dann noch weitere 2 oder 3 bis ich wieder up to Date bin.....


Am nexten morgen bin ich also von Beckys Wohnung aus in Richtung Bahnhof gelaufen, hab noch schnell Essen gekauft ( ein Frühstücksbrötchen, Reisbällchen und Sandwich fürs Mittagessen und Cup-ramen fürs Abendessen) und bin habe dann auf den Ryokan eigenen Shuttlebus gewartet. Das Sukayu Onsen Ryokan ist im Lonely Planet als ein sehr gutes aufgeführt, mit dem sogennanten "1000 Leute Bad" wo das Wasser anscheinend einen zitronigen Geschmack hat und Männer und Frauen zusammen baden. Das ganze hat natürlich auch seinen Preis, etwas über 10000 yen mit Essen. Ich habe dann die Option ohne Essen genommen, da das um einiges billiger war (5400yen). An der Seilbahnstation zum Tamoyachi-dake, (1324meter) bin ich dann ausgestiegen und habe mein Gepäck im Bus gelassen (der weiterfuhr zum Ryokan). Dann ging es mit der Seilbahn auf den Gipfel von wo es anscheinend einen schönen 8km Hike über 3 andere Gipfel und dann ins Tal zum Ryokan gibt. Das ganze wurde vom Lonely Planet als ziemlich einfache 4 Stunden beschrieben.


In Hokkaido war ja schon Nachsaison, also dachte ich das es hier sicherlich auch so ist.... denkste. In Japan fast genauso bekannt und beliebt wie die Kirschblütenzeit ist hier nämlich auch die Zeit wenn sich die Blätter an den Bäumen in ein rotgelbes Meer verwandeln. Da Hakkoda-san voll in dieser Zeit war, waren dort auch relativ viele Leute, aber die Auffahrt war auch dementsprechend spektakulär. Leider habe ich während dieser 10 minuten keine Photos gemacht, da ich dachte die kann ich ja vom Gipfel aus auch machen....
Auf dem Gipfel war es dann neblig und so beschloss ich bald loszulaufen.



Dort oben gab es 2 "Loop"-Wanderwege, einer 30 und einer 60 min. Dieser Weg war sehr einfach zu laufen und beinhaltete kaum Gesteige oder Gefälle (der Rentner-weg also). Um zu meinem richtigen Hike zu kommen musste ich auch diesen Weg entlang und war auch nicht so böse darüber das es so einfach losging. Ich machte an einer kleinen Raststelle kurz Pause und machte ein paar Photos. Dann passierte das unglaubliche (ich glaub das heute noch nicht!): Auf einmal kommt von der anderen Richtung jemand der Deutsch redet, mit einem Schweizer Dialekt. Als ich sie dann sehen könnte wäre ich fast umgekippt vor Überraschung. Mona und ihre Reisebegleiterin Gabriela. Die Mona mit der ich vor ein paar Monaten in Basel zusammen japanisch gelernt hatte, die Mona die schon seit einiger Zeit in Japan war, aber mit der es sich nie ergeben hat sich zu treffen. Und wo trifft man sich? Auf einem Berggipfel fernab von allem anderen, von allen Städten oder typischen Touristenorten (jedenfalls nicht für ausländische Touristen, sie blieben nämlich die einzigen die ich den ganzen Tag über getroffen hatte) einfach so wirklich wörtlich im Schilf... Ich frage mich wie klein diese Wahrscheinlichkeit ist das man sich so trifft... die Welt ist so klein. Nachdem wir uns vom (positiven) Schreck wieder erholt hatten, haben sie mir erzählt das sie Gerstern im Sukayu Onsen übernachtet hatten und heute morgen um 8 losgelaufen waren um meinen Weg in die andere Richtung zu machen und am Abend nochmals in den Ryokan zu bleiben. Sie wählten allerdings die richtige Variante (das heisst ohne die Seilbahn zu nehmen) war ihren Hike auf ca 7-8 Stunden brachte. Da sie aber nicht die Seilbahn nahmen, waren sie eigentlich auf dem falschen Weg, den ihre Abzweigung zum runter ins Tal gehen lag ein paar Minuten weg von dem Rastplatzt. Warum sie hier waren erklärte ihr Japanischer Begleiter den sie unterwegs "aufgegabelt" hatten. Er hatte ihnen gesagt das man dort schön das (ich nehme an) Hochmoor sehen konnte. Das machte die ganze Sache dann noch unwahrscheinlicher und ich wünschte wir hätten an diesem Tag auch noch Lotto gespielt ;)


Nachdem sie mir noch erzählt haben wie schön der Rest meines Hikes sein würde und das ihr Japanischer Begleiter sagte es würde heute noch regnen, gingen wir ein Stück gemeinsam weiter. An der Abzweigung verabscheideten wir uns bis zum Abend und ich machte mir etwas Sorgen da der Belgeiter von Mona meinte ich wäre schon zu spät dran, ob ich eine Taschenlampe hätte (natürlich nicht) oder Regenklamotten (zählt ein Schirm?).

Trozdem ging ich dann frohen Mutes auf einen meiner besten Hikes in Japan. Erstmal ging es auf den Gipfel Akakura-Dake (1548m) der auch schonmal höher war bis der Vulkan mal ausbrach und ein Stück mit ins Tal riss. Dann ging es sozusagen am Rande entlang bis zum zweiten Gipfel Ido-Dake (1550m). Dort waren nichtmehr soviel Leute und die meisten die ich traff kamen mir entgegen (war ich wirklich zu spät`?). Aber dort oben vergass ich alles, alle Zeitm alle Sorgen. Ich schaute zu wie der leichte Wind die Wolken auf mich zu trieb und wie sie am Felsen kleben blieben und stöpselte dann meinen MP3Player ein und lief mit leichten Füßen weiter





Der Weg vom ersten zum zweiten Gipfel

Klebende Wolken


Mit Hits aus den 80er hüpfte ich zum Takt der Melodie den Berg wieder hinuter bis in zu einer Not-hütte an der ich Pause machte und etwas aß. Der Song "Touch to much" von AC-DC hatte es mir besonders angetan. So hörte ich ihn mehrer male am Stück und hörte vielleicht zum ersten mal auch dem Text zu. Der Song ist ganz schön "hot" ;) und so hüpfte ich weiter und fühlte mich stark und frei, wieder einer dieser Momente wo ich wusste das es all den Stress und die Arbeit wert gewesen war um hierherzukommen.


runter bis zu der Hütte und dann auf der andren Seite wieder hoch





Wegen diesem Photo wäre fast meine Kamera kaputtgegangen. Ich habe beim wieder aufheben nämlich nicht aufgepasst und das Bänderl verhing sich an der Bank und die Kamera viel ziemlich heftig wieder zurück. Danach zeigte sie mir einen Lesefehler auf der Karte an.... Ich hab dann meine andre Karte reingemacht und diese zeigte auch einen Fehler an, es lag also an der Kamera. Ich habe dann wieder die erste Karte reingemacht und es gign wieder, puh nochmal Glück gehabt :)


Danach bin ich fröhlich weitergelaufen, erstmal in die falsche Richtung, aber dann doch richtig wieder bergauf. Diesmal wurde es schnell neblig und war ganz schön Streil. Da ich aber sehr gut in der Zeit lag und der Ou-dake mit 1584m der höchste Gipfel war (und der letzte für diesen Hike) liess ich mir Zeit und machte einige Photos.




Der Happyman vor dem Hakkodasan Schild mitten im Nebel (in der eigntlich nicht fürs Bergwandern geeigneten Kleidung).


Danach ging es ein ganzes Stück bergab , zuerst relativ Steil und dann immer weniger. Da es am Vortag wohl geregnet hatte war der Weg an einigen Stellen ziemlich matschig, was sich an meinen Schuhen und meiner schwarzen Jeans nett abzeichnete. Der weg nach unten hat sich dann doch ein bisschen in die länge gezogen, aber es ging schon weiter. Langsam kam ich auch wieder in die Gegend wo man das Herbstlaub wieder sehen konnte und so hatte ich öfters einen Grund zum stehenbleiben. An einer Stelle auf dem Weg gab es auch eine Quelle an der ich meine Flaschen mit dem (in diesem Moment) bestschmeckensten Wasser der Welt auffüllte.




Das Gestein im Vordergrund ist so hell weil der Vulkan dort immernoch Dampfe und Wärme absondert (man hat es auch gerochen), deswegen wächst dort auch nichts. Aber alles ausserum sah wunderschön aus.


Endlich unten angekommen (und ich hatte nich massig Zeit bevor es dunkel wurde) war ich dann doch froh das ich es hinter mir hatte und machte noch ein paar schöne Photos zum Abschluss bevor ich dann die 2 wieder vor dem Ryokan traf und dann eincheckte.


Von dort oben bin ich runtergelaufen

Das Ryokan

Nachdem ich mir dann eine Pause gegönnt habe wollten wir uns eigentlich im Bad treffen, aber ich verdummelte zuviel Zeit weswegen ich sie dann wohl knapp verpasste. Das Bad war wirklich riesig und das Wasser war milchig und schmeckte wirklich nach Zitrone (wohl wegen dem hohen Säuregehalt). Das Bad an sich war sehr schön gestaltet, alles aus dunklem schweren Holz, so wie man sich einen Onsen halt vorstellt und wie man ihn sicher auch in vielen alten Malereien sieht. Das Bad war wie gesagt gemischt, wovon ich allerdings nicht so viel merkte, da auf die 30 Männder da drin vielleicht 5 Frauen kamen (es gibt eine nur Frauen Stunde von 8-9). Anschliessend traf ich die 2 dann doch wieder auf dem Gang und sie wollten mich dort zum Abendessen einladen. Da ich aber keines bestellt hatte war es zu spät dafür und so begnügte ich mich mit meinen Cupnudeln. Später kamen die 2 dann noch auf mein Zimmer und wir redeten noch ein Weile bis sie dann müde wurden und wir uns alle schlafen legten, es war ja doch ein langer, aufregender und intensiver Tag gewesen.
So, da dieser Post so lange und intesiv ist und da es schon 0.30Uhr ist gibts heute nur 2 posts.
Bis dann
Mir ist gerade aufgefallen das AC-DC (also die Band von dem mein Lieblingssong an diesem Tag war) aus Australien sind,.... und so verbindet sich alles wieder zu einem Kreis und wird eins :D