Dienstag, Juli 28, 2009

Daegu

Rolf: Hast recht, sieht wirklich aus wie Lego!


Von Gyeongju ging es dann wieder mit dem Bus weiter nach Daegu, Koreas 3t größter Stadt. Vom Busbahnhof ging ich dort durch den Bahnhof durch, musste 2 Taxi angebote abwehren und ging dann neben dem Bahnhof wieder die Treppen runter. Dort wollte ich in ein Motel einbuchen, doch es wurde restauriert. Man verwies mich dann an das Nachbarmotel das denselben Preis hatte. Später stellte ich fest das es leider kein Inet hatte….
Dann setzte ich aus um Daegu´s „berühmten“ Herbal market zu finden. Ich erwartete natürlich einen richtigen asiatischen Markt mit Strassenständen und so doch ich fand es einfach nicht. Ich sah die Kirche die auf der Map war


und fand auch das Herbal Museum aber keinen Markt. Dann fragte mich jemand in English ob er mir helfen könnte und ich fragte in wo der Markt sei. Er fragte jemand anderst der dann wilde Richtungsanweisungen um sich war die mein neugewonnener Freund wohl so wenig verstand wie ich. Er packte mich dann in sein Auto und nach 20 Meter fragten wir die nexten. Am Ende schickte man mich zum Herbal Museum und ich ging geschlagen hinein. Dort empfing mich eine Dame die sichtlich erfreut war einen Ausländer zu Besuch zu haben. Sie gab mir Kaffee und Schokolade und wir unterhielten uns. Sie fragte mich ob ich schon mal traditionellen Herbtea getrunken habe und ich sagte nein. So führte sie mich aus dem Museum zu einem kleinen Laden der allerlei Kräuter und Wurzeln verkaufte und ich bekam einen Tee. Der Tee war schwarz wie Kaffee und angereichert mit wahrscheinlich allen Kräutern die im Laden zu kaufen waren :) Dieser Laden lag übrigens im Markt, der sich als einfache Strasse herausstellte die links und rechts von diesen kleinen Läden gesäumt war und wo ich schon 2 mal vorbeigelaufen war UND die kurze Fahrt mit dem hilfreichen Koreaner begonnen hatte.



Nach dem Tee zeigte sie mir ein Restaurant (ich hatte vorher erwähnt das ich hungrig war) und bestellte mir Samgetan was ein ganzes Hühnchen gefüllt mit Reis war. Dann musste sie wieder zurück zum Museum (von dem ich gar nix gesehen hatte) und ich aß das leckere Hühnchen.

Dann lief ich weiter in Richtung des großen Markts in mitten der Stadt. Ich kam an einer „Handtuchstrasse“, „Schmuckstrasse“,…. vorbei wo alle Läden links und rechts das gleiche verkauften. Dann ging es ins Marktgetümmel und ich fühlte mich ähnlich wie in Chinatown in Bangkok. Es gab vieles zu sehen und zu kaufen und so schlenderte ich eine ganze Zeit durch die Strassen.




Allerlei Getreide und ähnliches

getrockneter Fisch


Dann ging es mit der Ubahn ein Stück zurück Richtung Daegu Hauptbahnhof. Eigentlich wollte ich durch die Strassen schlendern, aber es regnete und so lief ich zuerst durch die Untergrund Shoppingstrasse und dann in ein Kaufhaus. Ganz oben schaute ich ein paar Jugendlichen zu die diesen Nachmittag in einer Spielhalle verbrachten. Es gibt ein Tanzspiel mit 5 Sensoren und einem Bildschirm. „Dance Dance Revolution“. Das Spiel ist schon älter und es fasziniert mich immer wie schnell manche Leute zwischen den 5 Sensoren hin und her springen wie es auf dem Schirm gezeigt wird. Hier gab es eine Maschine mit 2 Sensorfeldern, also 10 Sensoren. Ich dachte es wäre für 2 Personen, aber sah dann wie einer es wirklich schaffte zwischen allen 10 hin und her zu springen,… WOW. Nach dem ich mich satt gesehen hatte ging es zurück zum Hotel wo ich durch den Fernseher zappte und die nexten Tage plante.

und noch ein paar interessante Bilder

Ein lustiges Ubahnticket

Auch die Koreaner haben es gerne niedlich

Ok, so der Kaffee könnte tropfen? Komischer Name für ein Restaurant

Sonntag, Juli 26, 2009

Die alte Hauptstadt und neue Erfahrungen

Von Busan aus ging es in einer Stunde zur Hauptstadt der Shilla Epoche. Der Shilla-clans regierte große Teile Koreas für 1000 Jahre und hatte damit sehr viel Einfluss auf die geschichte Koreas und auch die heutigen Traditionen und Bräuche. Während dieser Zeit war Gyeongju die Hauptstadt. Gyeongju ist zum einem für die Grashügel bekannt, die Gräber der wichtigen Leute, die Pyramiden Koreas. Die Person wurde mit Schmuck und Waffen eingemauert und dann wurde meterhoch Erde drauf geschüttet. Das hab ich mir an meinem ersten Tag angeschaut.



Und dann die Sinnflut. Troz Regenschirm war ich nass bis ich am Hostel zurück war...

Am Abend setzte ich mich dann in die Runde beim Fernseher und nach kurzem waren wir alle im Gespräch. Ich, eine Engländerin, eine Australierin und ein Kanadier. Wir hatten einen super lustigen netten Abend und die 2 Mädels erzählten mir vom Boryeong Mud Festival. Es klang wie eine Riesenmenge Spass und ich beschloss es auf meine To-do Liste zu "schreiben". Die Runde trennte sich ziemlich spät und ich war froh mich dazugesellt zu haben.

Nummer 2 ist der Tempel Bulguksa etwa 16km ausserhalb der Stadt zu finden der anscheined ein Meisterwerk der Shilla dynasty ist. Mit dem Bus ging es am nexten Tag durch Bomunho Resort wo die Luxushotels stehen bis zum Tempel. Das erste mal in einem koreanischen Bus der nicht Express war sondern ein Stadtbus war ein Abenteuer. Der Busfahrer raste über die Strassen und überholte noch jedes Auto. An ihm war ein Rennfahrer verloren gegangen. Aber ich schaffte es gut bis zum Tempel, seht selbst:

Tempeflwächter links

und rechts


und wieder Regen


Dann kam die Sonne wieder raus!


Anschliessend wollte ich zum Bomunho Resort zu einer Pistol Range und nahm den gleichen Bus wieder zurück. Leider führten Bus 10 und 11 beide zum Tempel und das hiess das sie gegeneinader liefen und auf den Rückweg nicht dieselbe Strecke fahren wie am Hinweg. So landete ich wieder in der Gyeongju und beschloss erstmal was zu Essen. Danach (das Prinzip der Buse immernochnicht begriffen) stieg ich in Nummer 11 und war am Ende wieder am Tempel. Diesmal blieb ich aber im Bus und kam schlussendlich zu der Bomunho Pistol Shooting Range.
Dort bezahlte ich 20000won (ca 10€) und konnte mir von den Bilder eine Pistole aussuchen.

möchten sie dazu auch Pommes?

ich entschied mich für eine Glock


Dann bekam ich eine echte (noch ungeladene) Pistole und der nette Herr dort machte ein paar Photos mit meiner Kamera (er hatte wirklich Übung darin!). Ich hatte mir überlegt wie sie das mit der Sicherheit machen, immerhin bekommt jeder Laie hier für 10€ eine Pistole mit 10 Schuss echter Munition. Was hindert die Leute daran einfach um sich zu schiessen? Die Antwort seht ihr ein bisschen auf dem nexten Photo. Diese Querstrebe wurde nach dem laden an beiden Seiten mit einem Band festgemacht und so war es höchstens möglich das man auf sich selbst schiesst wenn man sich wirklich ganz dumm anstellt.

Bond, James Bond,.... (nein der benutzt eine Walter)

Dann wurde die Glock also mit 10 Schuss geladen und ich hielt sie mit 2 Händen wie auf dem Photo. Die ersten 3 Schüsse durfte ich zur Übung aus etwa 7 Meter machen und dann wurde die Scheibe auf 10 Meter gefahren. Der Rückschlag war schwächer als ich erwartet hätte und es war ein komisches Gefühl da es sich so normal anfühlte, fast wie ein Spielzeug. Da das alles ja neu war zielte ich nicht wirklich genau und bei den letzten 2 Schüssen benutze ich nur eine Hand und er machte Photos (gefallen mir aber nicht so). Dann brachte er die Scheibe in den Vordergrund und so schlecht Schnitt ich nichtmal ab.


Dann spielte er noch mit der Kamera herum, gab mir eine Weste, einen Hut und 2 Pistolen und sagte mir wie ich mich hinstellen soll. Hier eines der Photos



Dann ging es mit dem Bus wieder zurück zur City und ich unterhielt mich wieder mit den Leuten vom Vorabend.

Und hier noch ein paar "nur in Korea" Bilder

Limonade mit Honig-Zitrone Geschmack (war wirklich gut!)

ein Automat der Rubbellose verkauft

Alter bekannter mit neuer Schrift. Das liest sich ungefähr so (leider ist die Umschrift immer anderst) Mäg do nal deu

Samstag, Juli 25, 2009

Busan 2

So erstmal die Commentantworten:

Papa: Ja die hab ich mir angeschaut, aber ist natürlich nicht dasselbe.
Busan ist die 2t größte Stadt Koreas und hat 3,66 Millionen Einwohner (also fast soviel wie Sydney als größte Stadt Australiens). Aber ich muss sagen Busan hat sich nicht so riesig angefühlt.

Tobi: ok. Aber in der Regel bin ich bisher mehr über Chancen gestolpert und hab durch zufälle tolle Sachen gesehen. Das Bogenschiessen in Sendai, Das mini-fest in Morioka, die Tanzshow in Naruto,...
Ich freu mich auch riesig drauf das du kommst, die Zeit geht so schnell. Das mit dem Busan Rock Festival klappt übrigens, hab die Tickets gekauft. Aber der 3te wird ein langer Tag!

Sarah: Ich habe sicher mehr als 3 Chancen verpasst, allerdings sind das 3 im Laufe meines Lebens wo ich aus jedem Gefühlszustand heraus zurückdenken kann und es kommt Ärger in mir auf. Aber ich weiss natürlich, es könnte schlimmer sein, ich denke auch über diese Chance ärgere ich mich nicht so stark wie über die andren :)


Am nexten oder übernexten Tag zog ich um in ein Backpackers das etwas zentraler lag, hauptsächlich um Leute zu treffen. Das Hostel hiess Blue Backpackers und lag in einem der Hochhäuser die man hier soviel sieht. Ich könnte mir übrigens vorstellen das diese Hochhäuser der Grund sind warum mieten hier soviel niedriger sind als in Japan und selbst Millionenstädte sich nicht ganz so weit Strecken wie in Japan. Das Platzmanagment hier ist einfach viel besser, allerdings muss man natürlich dazusagen das Japan natürlich nicht so einfach hoch bauen kann wegen der vielen Erdbeben.
Das ganze war dann wie ein Zuhause weg von Zuhause da es einfach eine ganz normale Wohnung war. Wohnzimmer mit Fernseher. Computer und Couch, ein Badezimmer, eine kleine Küche und draussen eine Waschmaschine und Platz zum aufhängen. Maximal 10 Leute lebten auf diesem Raum, 6 in einem Dormzimmer und 2/2 in privat Zimmern. Die erste Nacht war es voll und ich schlief im Dorm. Dort waren 4 Polen und ein Deutscher die, die letzen 4 Monate in Korea studiert hatten und nun ihren letzten Tag auf Reise verbrachten. Ich fragte sie wie ich ein Handy bekommen könnte und sie sagten ich bräuchte, wie in Japan auch schon, eine Alien-registration Karte. Toll, die bekomm ich als Tourist natürlich nicht.
Am Abend saßen wir und noch 2 Mädels vom Privatraum im Kreis und redeten, tranken und sie spielten Trinkspiele, also ein ganz normaler Abend in einem Backpacker. Eines der polnischen Mädels hatte gesagt ich könne ihr Handy kaufen, da sie in 2 Tagen ja heimfliegen würde. Chance! Also hab ich es für 30000won (16€) gekauft und es am nexten Tag auch geschafft es aufzuladen (war ein Prepaid). Ich fragte die Leute im Geschäft noch nach den Preisen und er sagte eine SMS ist 20 won (ca 1 cent) und 10 sekunden sind 18won was es ca 7 cent pro Minute macht. Das ist das billigste Telephonieren von einem Handy aus das ich je hatte und das ohne Vertrag!

Anyway, am nexten morgen verliessen sie und die 2 Mädels das Haus und ich zog in ein Privatzimmer, was ich nicht wirklich gebraucht hätte da das Dorm dann die nexten 2 Tage leer war. Wenn ich zuhause war hatte ich das Apartment meistens für mich alleine und so schrieb ich an meinem Blog oder schaute amerikanischen TV-Serien.

"Mein" Wohnzimmer

Aussicht aus dem 17ten Stock

Haus Nummer 106


Ich war an einem Tag zum Beomeosa Tempel etwas ausserhalb aufgebrochen. Nach einer langen Ubahnfahrt ging es noch für die letzten paar km in den Bus. Ich sah einen Unfall auf der engen Strasse wo ein Bus frontal in ein Auto gefahren war. Es sah nicht so schlimm aus und wir nahmen all die Buspassagiere auf. Erst dachte ich es war der Fehler des Busfahrers da er wahrscheinlich wie meiner die Kurven schnitt, dann sah ich aber das es eine Einbahnstrasse war und somit war es klar das das Auto schuld war. Auf dem Hügel angekommen ging es dann entlang eines kleine Flusses hoch zum Tempel der nicht zu speziell war aber eine sehr schöne Umgebung hatte, als wäre er Stunden weg von der nexten Stadt.







Fand ich schön das sie echten Bamboo benutzen




Da es dann schon Mittag war aß ich in einem der Restaurants einen Lauchzwiebel Pfannkuchen und fuhr anschliessend wieder mit dem Bus nach unten. Dann nahm ich die Ubahn ein paar Stationen weiter bis zu Asiens größtem Spa. Nach kurzem zögern beschloss ich dann wirklich reinzugehen. Der Wasserbereich war wie in Japan (meistens) auch nach Frauen und Männern getrennt und man trug keine Badehose. Allerdings nahmen die Leute hier kein kleines Handtuch mit ins Bad, mit dem sich die meisten in Japan „verdeckten“ wenn sie ausserhalb des Wassers waren (man soll es nicht ins Wasser dunken). Hier liefen alle einfach so rum als wäre nacktsein wirklich normal und manche sahen sogar aus als würden sie angeben :D Natürlich wurde ich als Ausländer auch betrachtet, allerdings fand ich es nicht zu extrem, hab ja zum Glück keine Augen im Hinterkopf. Das Bad selbst war dann wirklich riesig, mit einer Wasserfall dusche,3 Saunas drinnen und einer draussen, einem warmen und einem kalten Becken draussen, einem Becken mit Fernseher, grünes Wasser, rotes Wasser, orientalische Gewürze Bad, halb eintauch Bad, sehr heisses Bad, Bad in einer Grotte, großes Bad in der Mitte und einer Snackbar wo man mit seinem Schlüssel etwas kaufen konnte.
Nachdem ich das alles genossen hatte ging ich raus, föhnte meine Haare und zog die Shorts und das T-shirt an das man dort bekam und ging eine Stock tiefer. Hier gab es neben einem großen Raum wo sich Jungs und Mädels nach dem Bad treffen und sich unterhalten noch, eine Snackbar, ein Restaurant, 5 Internetcomputer, 2 Ruheräume mit extra Sauerstoff, 2 Saunen und ein Iglo (10grad). Ausserdem konnte man sich natürlich massieren lassen oder für 3000won die überflüssigen Hautfetzen am Fuß von Fischen abknabbern lassen. Nach meinem Gefühl was das schon fast ein Vergnügungspark und ich fand die 7000won Eintritt gerechtfertigt. Ich aß Ramyeon was ich mir als Ramen vorstellte. Es war dann auch Ramen, nur scharf. Dann legte ich mich in den Ruheraum wo ganz leise Musik spielte, die Wände aus Holz waren und der Boden so was wie Tatami, als Kopfkissen einen Holzblock und dann dem leisen blubbern der Sauerstoffanreicherungsgeräte (?) zuhören, haaaa schön!

Eingangshalle zum Bad

Die ganzen oberen 3 Stockwerke gehören zum Bad!


Tja das war schon mehr oder weniger meine erste Woche in Korea/Busan, die ich wie geplant langsam angegangen bin.

Freitag, Juli 24, 2009

Busan 1

Am nexten morgen wachte ich auf, nichtmehr in Japan, nichtmehr in einem Land dessen Sprache ich spreche, nichtmehr in dem Land wo 1 Stunde Busfahrt 10€ kosten kann, auf zu neuen Abenteuern.
Ich hatte beschlossen die erste Woche in Busan schön langsam anzugehen und mich erstmal an Korea zu gewöhnen bevor ich zu den kleineren Städten aufbreche. Ziemlich schnell ist mir aufgefallen das Korea (wie erwartet) ganz anderst ist als Japan. Das Gefühl „wow ich bin in Asien“ überkam mich und ich überlegte was mir in Japan wohl für dieses Gefühl gefehlt hatte. In Japan waren die Strassen doch auch voll von Autos gewesen, die Züge voller Leute, aber hier hupten die Autofahrer und drängelten auch mal, wer am schnellsten ist kommt zuerst in den Bus/Zug, also nicht wer zuerst da war und die Leute unterhalten sich in der Ubahn oder telephonieren sogar!! (was ja in Japan gar nicht geht). Die Strassen haben einen strengeren Geruch und die Leute quetschen sich manchmal ziemlich nah an den Autos oder andren Leuten vorbei. Ich weiss nicht warum, aber ich fühlte mich gleich wohl. Strassenstände verkauften hier und da Essen (nicht so viele wie in Bangkok) und die Leute sahen einfach glücklicher aus. Als ich in ein Geschäft lief (glaube aber das war ein paar Tage später) standen 2 Bedienungen da und unterhielten sich und lachten, es war wohl nichts zu tun. Natürlich kamen sie sofort als sie mich sahen, aber so was habe ich in Japan selten gesehen. Wenn man auf Arbeit ist dann wird gearbeitet, egal ob es was zu tun gibt oder nicht, kein rumstehen und schwatzen oder so was! Korea beschreibt sich selbst übrigens als „Sparkling“ (glitzernd) und ich finde das trifft schon ein bisschen zu. Leute haben viel zu tun und nehmen ihre Arbeit wichtig, aber haben auch Zeit um stehen zu bleiben und mit jemanden zu reden.

Am ersten Tag lief ich in Richtung Turm von wo aus ich eine tolle Aussicht hatte und unten dann Erfuhr das Deutschland Nummer 14 ist. Nummer 14? Ja, von wegen größtern Bevölkerung und so. Mit 82 Millionen liegen wir zwischen Phillipinen und Ethopien und sind die meisten in Europa!








Dann lief ich noch durch endlose Marktstrassen und liess zu das ich mich komplett verlief. Es ist schön sich einfach mal ganz in diesen Strassen zu verlieren, oh das sieht interresant aus, also nach rechst abbiegen, hey toller Laden das muss ich mal rein, wo bin ich hergekommen? War ich hier nicht schon mal? :) …….

Irgentwann kam ich dann an eine Landmarke und eine Ubahnstation in der Nähe und schon wusste ich wieder wo ich war. Ich aß zu Mittag und probierte sogar etwas von den Strassenständen, was sich als süß herausstellte. Dann ging ich durch ein paar Spielhallen und verglich die Preise mit Japan. Ab und zu gab es in Japan 50 yen (40cent) (normalerweise 100yen!) Maschinen, das waren hier die teuren 500won (30cent). Die normalen Spiele waren nur 200won also sage und schreibe ca 12Cent! Natürlich waren die Maschinen alle älter als die in Japan und einige liefen auch gar nicht aber das war mir bei den Preisen egal.
Die Spielekultur ist in Japan viel größer, dafür haben die Computerspiele Korea im griff (vor allem MMORPG´s (Massive Multiplayer online Role play games)oder Starcraft).
Später fuhr ich noch mal Richtung Casino raus und es wurde so spät das ich ein Taxi zurück nahm. Es kostete ca 8000won (4,50€) für gute 20 minuten durch die Stadt rasen. Im Vergleich zur Ubahn (1000won) war es schon etwas teuer und ich beschloss von nun an doch lieber etwas früher zu gehen und die Ubahn zu nehmen.


Edit: Übrigens liest sich das koreanische unter Germany als "Togil" was natürlich Deutschland bedeutet.

Mittwoch, Juli 22, 2009

Verpasste Chancen Teil 3

Tja, bisher hatte ich in meinem ganzen Leben 2 Situationen wo ich aus eigener Dummheit eine Chance verpasst habe. Immer wenn ich an eine dieser Situationen denke, kommt ein Gefuehl in mir auf das wohl am besten als Hass gegen mich selbst zu beschreiben ist. Ich aergere mich immernoch jedesmal wenn ich daran denke. Aber ich habe aus beiden eine Lehre gezogen und dadurch verkrafte ich sie irgentwie.
Bei Nummer 1 war die Lehre: Sei nicht immer ein Mitlaeufer auch wenn du manchmal alleine da stehst. Lass dich nicht so einfach uebers Ohr hauen.
Nummer 2 : Glaub daran das auch dir mal etwas einfach in den Schoss faellt, etwas wovon du nichtmal zu traeumen gewagt hast. Hoer besser zu was Leute in dieser Art Situation sagen!

Tja heute hab ich wohl oder uebel Nummer 3 kreeirt. Was genau die Lehre ist weiss ich noch nicht, aber es wird etwas sein wo ich mich mein halbes Leben drueber aergern kann jedesmal wenn ich daran zureuckdenke.

22July 2009, in groessen Teilen Asiens findet die Sonnenfinsternis des Jahrhunderst statt. Es wird keine so lange und so volle mehr geben in meinem ganzen Leben, die nexte wie diese ist irgentwann 2152 oder so. Ich plane also so das ich an dem Tag auf der Insel Jeju bin, weil dort das Wetter anscheinend besser ist und die Sonne mehr verdeckt ist als in Seoul, ueber 80%.
Und hey, das Wetter war perfekt und so und was macht der Herr Teglas? Er dreht sich nach dem Wecker nochmal um da er denkt es waere erst gegen 12 Uhr, steht dann um 11.20 auf (leider ist er wieder eingedoest und zwar laenger als die paar minuten geplant) und geht raus in voller Erwartung. Er versucht noch eine Brille zu kaufen, leider gibt es hier keine, egal wird schon klappen. Er freut sich ueber das schoene Wetter und wartet, und wartet, und wartet,.... Irgentwann kommt ihm die Ahnung das sie vielleicht doch frueher am morgen war und diese Befurchtung bestaetigt sich dann auch.
In der Touristeninfo sagt man mir das um 1045 eine wunderschoene Sonnenfinsternis war,...... AAAAAAAHHHHHHHHH ich hab es verpennt!!!!!!!!!!!

Ich wollte ja eigentlich am 21 nochmal im Inet nachschauen, aber ich hatte keins und bin auch nicht in ein Inetcafe gegangen da ich im Buch "Doomsday book" vertieft war....


Man ich koennt mich wuergen, so eine Chance kommt so schnell nicht wieder..... Autsch......



Ansonsten gehts mir aber gut und ich werde die Insel fuer die nexten paar Tage geniessen. ICh versuche auch bald mal wieder was richtiges zu posten, sorry das ihr wieder wartet muesst.....
Man, man, man, ich habs wirklich verpennt.....

Montag, Juli 20, 2009

Anyongasehyo Korea

Als ich dann wieder aufwachte wollte ich erstmal den Ausreisestempel in meinem Pass anschauen. Mein Pass war nicht dort wo er sein müsste… Ok, keine Panik, du hast ihn wahrscheinlich wo anderst hin gelegt. Ich fing also ruhig an meinen Rucksack zu durchsuchen und dann zu leeren. Das Gefühl das in mir aufkam war das gleiche das ich schon mal hatte und zwar wo mein Geldbeutel weg war. Langsam kam Panik auf und ich leerte auch meine Sporttasche. Nachdem ich das ganze 3 mal gemacht hatte, sah ich mich schon an der Grenze stehen. Pass? Ne so was hab ich nicht… aber moment ohne wäre ich ja gar nicht an Bord gekommen, ach irgentwie wird es schon klappen…..
So lief ich im Boot herum und als ich endlich einen der Besatzung fand sagte ich ihm das mein Pass weg sei und was ich machen sollte. Er sagte er würde es später über Lautsprecher ausrufen und ich ging zurück in mein Zimmer. Einer der 2 in meinem Zimmer war aufgestanden und ich sah meinen Pass dort liegen wo ich ihn hingelegt hatte als ich zuerst ins Zimmer gekommen war. Ich hatte ihn einfach neben den Schuhkasten gelegt und ihn dann vergessen. Puh, als ob die Reise an sich noch nicht genug Aufregung gewesen wäre. Wieder glücklich und mit meinem Pass ging ich zu dem Besatzungsmitglied und erzählte ihm happy das er meinen Pass nicht ausrufen müsse. Wow, was für ein Tag….

Später kam das erste Stück Korea in Sicht und ich stellte mich mit der Kamera nach draussen.




Dann kamen wir näher an den Hafen und ich sah die zweitgrößte Stadt Koreas, Busan. Dies würde also mein erster Stopp sein, in einem neuen Land, einer andren Kultur,….







Nachdem wir dann ein bisschen im Hafen waren reihten sich wieder alle auf um von Bord zu gehen. Langsam machte auch ich mich auf den Weg zusammen mit dem andren Ausländer. Vor der Grenze stoppten mich dann ein paar Männer mit Masken und maßen meine Temperatur von der Stirn (mit Infrarot). Ich war anscheinend ok und konnte weiter zur Grenze laufen. Dort bekam ich ohne Probleme einen Stempel in meinen Pass und anschliessend stellte mir ein Beamter noch ein paar Fragen. Ich war mir nicht ganz sicher ob das Routine war oder er einfach interresiert war was ich in Korea mache.
Willkommen in Korea!

Nachdem ich dann Geld gewechselt hatte und erfreut war wie viel ich bekommen hatte, zeigte mir der Mann noch in welche Richtung ich laufen musste um zu meinem Motel zu kommen. Der Verkehr um den Hafen herum war ziemlich dick, aber ich hatte nur ein kleines Stück zu laufen, durch eine Ubahnstation auf die andre Strassenseite und dann dank der guten Beschreibung des Lonely Planet direkt um die Ecke ins Motel. Die nette Dame sprach leider nicht wirklich English, dafür aber einigermassen japanisch, so kam ich doch ganz gut weg. Mein Zimmer kostete 25000won was etwa 13 Euro ist und hatte: Einen Fernseher, ein Doppelbett, Badezimmer mit Toilette, Klimaanlage (die leider nicht funktionierte), 1 Wasser und 1 Energiedrink im Kühlschrank und sah wirklich gut aus für das Geld. Was lustig war das mein Zimmer eine 500 Nummer hatte, aber auf dem 4ten Stock war, man hat die 4 einfach ausgelassen, warum weiss ich nicht aber ich hab es später noch ein paar mal gesehen. Vielleicht ist es das selbe wie in Japan das eine Leseart der Nummer 4 auch Tot bedeuten kann?

Später versuchte ich mich mit der Ubahn und wurde nach 1ner Minute Fahrplan studieren von einem netten Herrn angesprochen der mich dann in die richtige Richtung wies. Dann ging es mit der Ubahn ein bisschen in Richtung Zentrum wo ich ins Casino ging. Dort aß ich dann auch zu Abend, was in koreanischen Casinos übrigens umsonst ist. Das spezielle an koreanischen Casinos ist aber eigentlich das Koreaner nicht rein dürfen (ausser zum arbeiten natürlich). Dadurch gibt es natürlich nicht so viele Casinos, aber die paar sind voll von Japaner oder Chinesen die hier spielen und ein paar Amis. Einige der Japaner kommen übers Wochenende hierher um zu spielen da sie dies in Japan ja nicht dürfen.

Später ging es wieder zurück und ich zappte noch ein wenig im Fernsehen. Neben 3 oder 4 Sendern die in English waren (mit koreanischem Untertitel) fand ich noch einen „Sportsender“ den es bei uns so nicht gibt. Da ging es nämlich um E-sports, virtuelle Starcraft Schlachten übertragen live auf dem Fernseher mit Kommentatoren. Das heisst das dort Jugendliche vor dem Computer sitzen und virtuelle Kämpfe ausfechten (das gibt es ja in Deutschland auch) aber das ganze wird dann auf dem Fernseher übertragen wie ein Wettkampf.

Dann ging ich voll von neuen Eindrücken schlafen, es war ja ein langer Tag.