Am nexten morgen hatte ich beschlossen mir einen Roller zu mieten und zum Peace Memorial und zum museum zu fahren. Da ich nicht wusste wo ich einen günstigen Roller herkriege fragte ich einfach mal unten in der Lobby. Ein Japaner mit gutem English zeigte mir dann seinen Roller und sagte mir wie viel er bezahlt hatte. Das klang sehr gut und so fragte ich ihn wo das denn sei. Da er einen 100cc 2 Sitzer hatte bot er mir an mich dort hinzufahren. Gesagt getan kamen wir nach ein bisschen suchen (er war nicht der beste im navigieren) an dem Rollershop an. Dort erklärte man mir das sie keine Roller an Leute ohne japanischen Führerschein verleihen würden… Die andren Geschäfte waren alle sehr teuer und so meinte ich das ich für das Geld ja schon fast ein Auto leihen könnte. Sie zog ein Prospekt hervor wo es wirklich günstige Autos zum mieten gab, 2800yen am Tag! So gingen wir 2 zu dem Laden und beschlossen auf dem Weg am nexten Tag zusammen ein Auto zu mieten und in den Norden zum Aquarium und einer kleinen Insel zu fahren. Für heute würden wir mit seinem Roller rumtuckern da er sowieso nicht zu tun hatte.
Wir reservierten dann ein Auto für 3800yen da es schon Hochsaison war (Golden Week) und dann lotse ich ihn mit einer Karte in Richtung Museum.
Der Wind war sehr stark, aber ich genoss es richtig als Beifahrer auf dem Roller an der Küste entlang zu brausen, auch wenn überall Häuser waren. Als wir dann dort waren (nach einem kurzen Stop an einer für japanische Touristen berühmten Stelle) gingen wir ins Museum. Das Museum erzählte die Geschichte des Volkes von Okinawa, wie sie von den Japaner übernommen worden waren, ihre Kultur unterdrückt wurde, wie die Japaner sicher immer weiter ausbreiteten bis nach Taiwan, Korea und Teile Chinas und dann die Amerikaner einfielen und ein schrecklicher Kampf auf den Inseln ausbrach. Die größten Verluste hatten die Einwohner Okinawas, die ja erst vor kurzem „Japaner geworden waren“.
Das Museum hatte sich langsam immer mehr gesteigert und kam an einer Stelle zu einem Video das die Geschichte erzählte und auch Material zeigte. Nach diesem erschreckenden Video ging es durch eine Halle mit Photos und dann zu einer Halle mit Büchern geschrieben von Leuten die den Horror erlebt hatten (in japanisch). Dann wurde vom allen Einwohnern Okinawas dazu aufgerufen nie wieder einen Krieg geschehen zu lassen und es ging in eine Austellung der nachkriegszeit. Nachdem man das alles hinter sich hatte kam man an ein großes Fenster wo man die wunderschöne Küste sehen konnte. Wer auch immer dieses Museum konstruiert hat, hatte ein sehr gutes Gefühl dafür wie man die Geschichte rüberbringen kann und die Leute doch nicht mit allzu schwerem Herzen gehen lassen kann.
Nachdem wir dann noch auf dem Ausguck waren (siehe Bilder) wanderten wir noch durch die Steine mit tausenden von Namen derer die nicht so viel Glück hatten und machten uns dann auf Richtung Heimweg, waren wir doch beide sehr hungrig.
Glücklicherweise wusste ich schon im Vorraus das das Museum ziemlich hart ist und so hat es mir wirklich gefallen etwas mehr über die Geschichte zu erfahren.
Nachdem ich dann noch meine Wäsche am Hostel abgehängt und mir den Sonnenuntergang angeschaut hatte ging auch dieser Tag schon wieder vorbei.
langer Weg nach Tokyo
noch länger nach Hause
in die Richtung
und Taiwan ist ganz in der Nähe
Das Friedensfeuer das im moment nicht brannte

hunderte von Steinen mit Tausenden von Namen
A und B = Okiniwa Leute C = Japaner D = Rest
"Fische" aufgehängt für den "Tag des Kindes"
Sonnenuntergang am "Urban Beach"
Vom Dach des Hotels
Mein Transport für den Tag
Freitag, Mai 15, 2009
Okinawa Tag 2
Donnerstag, Mai 14, 2009
Okinawa Tag 1
Ok, nach einer Pause (hatte kein internet die letzte Zeit) geht es nun endlich wieder weiter.
Es ging also wieder ein Stück näher ran an Japans Festland. Zwar nicht ganz bis nach Tokyo, aber am nexten Mittag flog ich von Ishigaki nach Naha, das ist das worüber man spricht wenn man Okinawa sagt. Auf der Insel Okinawa leben relativ viele Menschen, unter anderem 25000 Amerikaner die dort auf der immer noch existierenden Militärbasis leben. Angeblich ist Okinawa ein bisschen amerikanisiert worden, was ich zu einem Teil sehen konnte, aber ich fand es nicht so stark das es mich stören würde.
Nachdem ich also in Naha angekommen war fuhr ich mit der neuen Monorail bis zu einer Station in der City und lief von dort ein ganzes Stück zu meiner Übernachtung. Die Jugendherberge nannte sich „Okinawa Base“ und hatte schnell mein Herz gewonnen. Für nur 1000yen die Nacht bekam man ein Bett in einem 4 Bett Zimmer (jedes Zimmer hatte eigene Dusche und Toilette), freies Internet, umsonst Wäsche waschen und sogar gratis Fahrradverleih bis zu 6 Stunden. Ausserdem war es mal wieder eine „richtige“ Jugendherberge mit Kühlschrank, Küche, 2 Chillouträumen und langen Nächten mit Gitarrenspiel und Geschichtenaustausch.
Nachdem ich also mein Gepäck abgeladen hatte ging es erst mal mit dem Fahrrad an die Kokusaidori um Mittag zu essen. Die Strasse ist auf 2 km länge mit Restaurants, Souvenierläden und ab und zu auch normalen Läden gespickt und spiegelte für mich ein typisches Japanisches Touristenziel ab, nur mit noch mehr Kitsch :D
Später wusch ich noch meine Wäsche und ging kurz zu dem Strand in der nähe. Nachdem ich dort war wusste ich endlich was man mit „Urban Beach“ meint. Der Strand hatte sehr schönen weißen Sand, ein Haifisch/Jellyfisch netz und einen Ausguck für Rettungsschwimmer. Allerdings sah man nicht aufs offene mehr raus sondern auf eine große Brücke und die Baustelle von etwas noch größerem. Schön war es trozdem.
Später kontaktierte ich dann Tomoko und Kachan die ja zufällig auch am selben Tag nach Okinawa gekommen waren. Da sie einen Mietwagen hatte boten sie an mich abzuholen und ich sagte nicht nein. Nachdem mein netter Zimmernachbar ihnen die Adresse gesagt hatte fuhren sie los und riefen mich nach einer Zeit etwas verwundert an. Sie seien jetzt dort, aber hier sei alles voller Lovehotels. Als ich mich dann draussen umblickte viel es mir auch auf. Jedes Hotel hatte unwahrscheinlich bunte Leuchtreklamen, kleine Parkplätze direkt vor dem Zimmer und die Preise für die Räume draussen angeschrieben…. war mir gar nicht aufgefallen. Ich nahm zwar an das sie in der Nähe waren, schlug aber vor uns an einem Riesenhotel zu treffen das auf der Karte in der Nähe war. Nach 10 minuten laufen war ich dann dort und wir fanden uns. So fuhren wir also gemeinsam wieder zur verrückten Strasse und gingen zusammen Abendessen. Es gab allerlei Okinawa-food was gar nicht schlecht war. Auf dem Weg zurück sagten die 2 das sie hier vorher waren und fragten ob ich vielleicht noch ein Date hätte. Ich versicherte ihnen das das nicht der fall war und sie setzten mich an meiner Jugendherberge ab und so war auch schon der erste Tag vorbei.
Oh, übrigens war das Wetter wundervoll, endlich!

Freitag, Mai 08, 2009
Zurück nach Ishigaki
Am nexten Tag ging es wieder mit dem Bus nach Ohara (da die fähre wieder nicht fuhr) und von dort mit dem Fähre nach Ishigaki. Zu unsrem Glück hatten wir einen super Busfahrer der immer wieder stoppte so das wir Photos machen konnten.
Iriomote ist sehr bekannt für seine wilde "yamaneko" also Bergkatze, die man aber kaum zu sehen bekommt
Anschliessend fuhr ich mit einem Boot dessen Namen mir sehr bekannt vorkam zurück nach Ishigaki
Yep, noch eine Southern Cross auf dieser Welt, gleicher Name wie das Segelschiff in Australien.
In Ishigaki war an diesem Tag ein Weltmeisterschafts Triatlhon und ich schaute ein bisschen zu und schrieb noch einiges für meinem Webblog.


Später döste ich noch ein wenig und ging am Abend mit dem Restaurantbesitzer und ein paar seiner Freunde zum Karaoke. Das war das Ende meiner Zeit im Yaeyama shoto den am nexten morgen ging es ja nach Okinawa (Naha). Alles in allem hat es mit ganz gut gefallen, ich hätte mir nur gewünscht das das Wetter besser gewesen wäre...
Sanpincha, der Tee Okinawas (gibt es auch von Coca Cola)
Donnerstag, Mai 07, 2009
Was geht jetzt?
Joa, ich dachte ich schreibe mal kurz was so aktuell los ist.
Ich habe wie geplant die Golden week in Tokyo verbracht, was relativ gut funktioniert hat, und sitze jetzt noch in meinem Hotel in Minamisenju. Heute Nacht werde ich mit dem Nachtbus nach Nagoya fahren und von dort muss ich erstmal schauen wie es weitergeht.
Zur Zeit bin ich etwas planlos und es geht mir viel im Kopf rum, ich hoffe einiges klärt sich bald.
Etwas ganz anderes: Ich habe mir vor 2 Tagen einen Lonely Planet Korea und ein Buch zum koreanisch lernen gekauft, mal schauen wie das klappt.
achja, 10 Monate.... ja meine Zeit in Japan ist fast schon rum. Noch knappe 50 Tage und dann läuft mein Visa hier aus und ich habe ein Jahr in Japan gelebt. 10 Monate..... die Zeit verging so schnell. Gerade eben bin ich noch angekommen und habe mir hilflos verlaufen und jetzt bin ich schon fast ein experte des Tokioter nahverkehrs.
Ist wirklich soviel Zeit vergangen?
Ich schätze schon, es ist ja auch viel passiert!
Aber es ging so schnell......
vor allem die letzten 4 Monate....
und wieder stehe ich an dem Punkt wo ich nicht genug Zeit habe alles zu sehen
aber meine Reiselust hält sich im moment sowieso in Grenzen, für Japan jedenfalls
kann es aber kaum erwarten nach Korea zu kommen!
Mal sehen was die Zeit bringt, ich bin sicher es wird wieder spannend.
Mir ist aufgefallen:
Alles kann sich ändern, in nur einem Tag, nur einer Begnegnung
und andere Dinge ändern sich nie, egal wie oft man es probiert.
Iriomote
Am nexten morgen war dann die Fähre nach Uehara auf Iriomote wegen schlechtem Wetter gecanceld, weswegen ich die Fähre nach Ohara nehmen musste und von dort den Bus die Insel hoch. Iriomote wurde vom Lonely Planet als "the last frontier of japan" also "die letzte "wilde" grenze Japans" beschrieben da 80% der Insel aus Regenwald besteht wo keiner lebt und es keine Strassen gibt.
Nachdem ich also mit dem Bus die ganze Insel hochgefahren bin stand ich vor meinem "Hotel" und es war keiner da. Ich rief also die Nummer an und nach ein paar Minuten war der Besitzer da. Es war eigentlich ein Tauchshop in dem man einfach Betten in 2 Zimmer gestellt hatte und aus einem 3ten Zimmer ein Bad gemacht hatte. Das ganze war ein ziemlich komisches Plätzchen, aber billig. Da das Wetter mal wieder nicht so toll aussah, beschloss ich zum einzigen Onsen in der Umgebung von ein paar 100km zu gehen. Da der Bus teuer war beschloss ich mich mal wieder mit Hitchhiken zu versuchen was super klappte. Nach 15 min hielten ein paar Brasilianer an die grad auf dem Weg zum Onsen waren. Sie arbeiteten weiter oben in einem Hotel und hatten beschlossen heute am Onsen auszuspannen. Der Onsen kostete 1500yen, aber da die Jungs auf der Insel arbeiteten kamen sie für 800yen rein und der Kassierer nahm wohl an das ich auch dazu gehöre :D mal wieder Glück gehabt!
Ansonsten hab ich an dem Tag nichmeht viel gemacht und so fing ich an mal wiede ein Hörbuch an.
Strand in der Nähe
Direkt hinter dem "Hotel"
Amfolgenden morgen war das Wetter einigermassen akzeptabel und so fuhr ich mit dem Bus zu einem Fluss. Dort ging es auf eine kleine Bootstour entlang der Magrooven und dann auf eine kleine Wanderung bis zu 2 Wassefällen.


erinnerte mich stark an die Isteiner Schwellen

Love is everywhere!
Und das erinnerte mich an eine Wanderung die ich in Australien gemacht hatte

sogar mit einem Baum mit gtoßer Aushölung (allerdings kleiner als hier)


Danach nieselte es wieder ein wenig und ich beschloss mich auf den Weg zurück zu machen und etwas in meinem Reiseführer zu lesen. Nach dem Abendessen fühlte ich mich dann seit langem mal wieder nach einem Bier und kaufte dann auch wirklich eins.
So verbrachte ich den Abend wieder mit dem Hörbuch.
Den ganzen nexten Tag war das Wetter wieder nicht so gut und so hing ich einfach nur rum, laß in meinem Reiseführer, bearbeitete ein paar Bilder und dachte sehr viel nach über meine Reise, meine Wünsche, Träume,....... und kam wenigstens an einigen Stellen zu antworten.
Freitag, Mai 01, 2009
Hateruma
Am nexten morgen ging es wieder zur Fähre. Das Wetter was etwas schlechter als da letzte mal, weswegen ich beschlossen hatte die meiste Zeit zu schlafen. Ich traf auch wieder die gleichen Leute auf dem Schiff und so unterhielt ich mich erst ein bisschen bevor ich dann den Rest der 4 Stunden schlief.
Byebye Yonaguni (die Winken nicht mir zu, aber sie sahen so nett aus :)
In Ishigaki angekommen hatte ich dann eine Stunde "Aufenthalt" bevor es mit der Expressfähre weiterging nach Hateruma, Japans südlichster Insel. Da das Boot kleiner und schneller war, wurden die Wellen anderst genommen was das schaukeln mehr in ein springen verwandelte. Das ganze war aber kein Problem und nach einer Stunde war ich in Hateruma wo man mich wieder am Hafen abholte. Da es schon relativ spät war, schaute ich einen Film und aß zu Abend und ging später nach einem kleinen Nachtspaziergang schlafen.
Am nexten morgen was das Wetter nicht schön aber ok und so beschloss ich ein Fahrrad zu mieten. Damit ging es erstmal den Berg runter zur Küste wo Japans südlichster Punkt ist. Dort traf ich auf eine Szenerie die mich an das hier (Bild in der Mitte) erinnerte, aber seht selbst:

Als ich dann wieder den kleinen Berg hochlief traf ich 2 der Leute die ich auch auf Yunaguni getroffen hatte. Den Radfahrer und eine Frau die an diesem Tag auch mit dem Rad unterwegs war. Nach kurzem kam auch noch der jüngere Japaner mit einem Roller angefahren und so unterhielten wir uns ganz nett und machten ein paar Photos.
Der Radfahrer und die Frau
Japans südlichster Punkt, damit Nummer 3!
Ich und der junge Japaner
Danach sind wir 4 ein Stück zusammen weitergefahren bis zum Observatorium wo wir erfahren haben das es nachts geschlossen ist da es im letzten Taifun kaputt gegangen war. Egal, sah sowieso nach Regen aus. Der junge mit dem Roller verliess uns dann und wir 3 fuhren gemeinsam zusammen zurück zur Stadt wo wir gemeinsam mittag aßen (spendiert von dem netten Radfahrer). Anschliessend trennten sich unsere Wege für eine Weile und ich sah die 2 später nochmals kurz am schönen Weststrand auf der andren Seite der Insel. Leider war das Wetter nicht so schön und es hatte auch schon etwas getröpfelt was mich dann etwas früher heimbrachte.

Später sah ich den jungen Japaner noch einmal. Er hatte beschlossen doch nur einen Tag auf Hateruma zu bleiben da es nicht wirklich etwas zu tun gab.
Am nexten morgen regnete es dann wie aus küblen und nachdem die beiden Mädels mit denen ich mich beim Frühstück unterhalten hatte beschlossen hatten heute schon nach Ishigaki zu gehen dachte ich das es für mich wohl auch besser wäre, den in Ishigaki könnte ich billiger übernachten und essen und hätte auch Internet. Gesagt, getan fuhr ich dann mit der Nachmittagsfähre zurück nach Ishigaki. Vor der Fähre traf ich die 3 von Yonaguni noch ein letztes mal und wir verabschiedeten uns da ich ein Ticket für eine andere Fähre hatte. Nachdem ich dann in Ishigaki in mein 1000yen (das billigste das ich je hatte) Dormitory eingecheckt hatte und auf der Suche nach Essen war, traf ich dann die 2 Mädels vom morgen wieder und wir aßen gemeinsam zu mittag. Nachdem wir uns über meine Pläne unterhalten hatte, das ich die Golden week (ab 30 märz bis 5 mai) in Tokyo verbingen würde aber noch nicht wüsste wo ich übernachten würde (vor allem der 30ste machte mir sorgen) bot sie mir an ich könnte bei ihr übernachten, sie sei zwar nicht zu Hause, aber ihr Mann sei da, das sei also kein Problem...
Ich sagte für eine Nacht zu und so werde ich eine Nacht in einer fremden Wohnung verbringen.
